Impfungen

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Masern, Mumps und Röteln sind sehr ansteckende, durch Viren verur- sachte Krankheiten, gegen die es keine spezifische Behandlung gibt und die fälschlicherweise oft als harmlos angesehen werden. Obwohl viele Leute nach einigen Tagen wieder gesund sind, führend die Krankheiten zu schweren und belastenden Symptomen. Ausserdem können schwere Komplikationen auftreten, die bleibende körperliche oder geistige Schä- den und in seltenen Fällen den Tod verursachen können. Die Impfung ist das einzige wirksame Mittel, um sich gegen diese Krankheiten zu schützen. Aus diesem Grund wird empfohlen, alle Kinder zwischen 12 und 24 Monten mit zwei Dosen des MMR-Impfstoffes impfen zu lassen.
Seit Längerem gibt es bei Reisen ins Ausland – insbesondere in tropische Länder – einen grossen Aufschwung. Schätzungsweise reisen jedes Jahr mehr als eine Million Schweizerinnen und Schweizer in tropische Regionen, in denen immer noch zahlreiche Infektionskrankheiten weit verbreitet sind.
Empfehlungen zur Impfung gegen die saisonale Grippe Die durch Influenzaviren hervorgerufene saisonale Grippe ist eine der häufigsten Atemwegsinfektionen beim Menschen. Jedes Jahr treten Epidemien auf, meist zwischen Dezember und März. Eine Grippe kann schwerwiegende Folgen haben, vor allem für Menschen ab 65 Jahren, Personen mit chroni- schen Erkrankungen, schwangere Frauen und Säuglinge. Um Komplikationen wie Lungenentzündungen oder andere bakterielle Infektionen zu vermeiden, besteht die Möglichkeit, sich mit einer sicheren Impfung vor der Grippe zu schützen. Empfohlen wird die Grippeimpfung für Risikopersonen, ihr Umfeld, für das Gesundheitspersonal und weitere Personen in beruflichem Kontakt mit Risikopersonen sowie für alle, die eine Grippeerkrankung vermeiden möchten.
Die Windpocken oder wilde/spitze Blattern sind eine sehr ansteckende Viruserkrankung, die von Mensch zu Mensch übertragen wird. Die Krankheit tritt meistens im Kindesalter auf und äussert sich durch Fieber und einen juckenden Ausschlag. Der Ausschlag beginnt meist im Kopfbereich, besteht zuerst aus roten Flecken, welche sich rasch in Knötchen und dann in Bläschen umwandeln und später verschorfen. Die Windpocken sind bei Kindern eine unangenehme, aber meistens gutartige Krankheit. Das Risiko von Komplikationen ist hingegen viel höher, wenn Erwachsene betroffen sind. In der Schweiz erkranken jährlich schätzungsweise 3000 Personen im Alter über 16 Jahren, von denen 60–70 wegen Kompli- kationen hospitalisiert werden müssen. Komplikationen sind bakterielle Hautentzündungen, Lungenentzündung, Hirnhaut- und Hirnentzündung, welche schwer und selten auch tödlich verlaufen können. Bezogen auf 100 000 Kranke sterben 2 Kinder an den Folgen der Windpocken, bei den Erwachsenen über 16 Jahren sind es hingegen 30. Da die Viren im Körper verbleiben, kann nach Jahren resp. Jahrzehnten die häufig sehr schmerz- hafte Gürtelrose auftreten. Ein erhöhtes Komplikationsrisiko besteht auch für schwangere Frauen (schwer verlaufende Lungenentzündung, Miss- bildungen beim Kind), für Neugeborene und für Personen mit einem geschwächten Immunsystem. Daher ist es wichtig, alle Jugendlichen, welche die Windpocken noch nicht durchgemacht haben, mit der Impfung zu schützen.
Zecken (Holzbock) können verschiedene Erreger übertragen und damit verschiedene Krankheiten verursachen. Die zwei wichtigsten sind die Borreliose, auch Lyme-Krankheit genannt, und die Zeckenenzephalitis, auch Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) genannt. Geschlossene Kleidung, geschlossene Schuhe und Repellentien reduzieren das Risiko, an einer der beiden Infektionen zu erkranken. Bei der Borreliose wird ein Bakterium und bei der FSME ein Virus übertragen. Während die erste Er- krankung mit Antibiotika behandelt werden kann, gibt es keine spezifische Behandlung für die FSME. Die Schutzimpfung gegen FSME ist die einzige praktikable Lösung für Leute, die sich wirksam gegen FSME schützen möchten.
Kinder leiden besonders in den Herbst- und Wintermonaten häufig an In- fektionen. In dieser Zeit löst oft ein Infekt den anderen ab. Zum Glück ver- laufen die meisten dieser Erkrankungen, welche mit Schnupfen, Fieber, Husten, Durchfall, Erbrechen oder Hautausschlägen einhergehen, gutartig. Einige Infektionskrankheiten können allerdings schwer verlaufen und in seltenen Fällen zum Tod führen. Gegen die wichtigsten Kinderkrankheiten gibt es Impfungen, welche die natürlichen Infektionen nachahmen.
Das Hepatitis-A-Virus wird durch verunreinigtes Trinkwasser, Säfte oder ungenügend gekochte Nahrungsmittel (Salate, ungeschälte Früchte, Mee- resfrüchte, Eis) vor allem in Ländern mit ungünstigen hygienischen Bedingungen übertragen (in Asien inkl. Türkei, auf dem gesamten afrikanischen Kontinent, in Mittel- und Südamerika und Osteuropa). Es wird entsprechend häufig von Reisen aus diesen Ländern in die Schweiz mitgebracht.
Die Hepatitis, eine Leberentzündung, die auch Gelbsucht genannt wird, kann eine Verfärbung der Haut und des Augenweiss verursachen. Es gibt verschiedene Arten von Hepatitiden, welche durch giftige Stoffe oder Viren verursacht werden. Zurzeit kann man sich nur gegen zwei Formen der viralen Hepatitis impfen: Hepatitis A und Hepatitis B.