Dementielle Erkrankung und Hilfen im Alltag - Es gibt eine Reihe förderlicher Bedingungen, die die Situation des Erkrankten und seiner Angehörigen erleichtern können. Diese Bedingungen liegen vor allem im Bereich von guter Betreuung und Pflege und der Einhaltung eines geregelten Tagesablaufes. Weiterhin sollten störende Faktoren aus der häuslichen Umgebung (z.B. schlechte Beleuchtung, Lärm, Stolperfallen) entfernt werden. Durch körperliche, emotionale und geistige Aktivierung, ggf. mit Hilfe von Krankengymnasten oder Beschäftigungstherapeuten, können Verbesserungen erzielt werden. Selbst für Probleme wie Blasenschwäche (Inkontinenz), erschwerte Nahrungsaufnahme und Wundliegen gibt es viele Hilfen.
Brennen beim Wasserlösen - Behandlungsansätze: Harnwegsinfekte sind sehr häufig; bei leichten Beschwerden ist eine symptomorientierte Behandlung (z.B. Gabe von Schmerzmitteln) möglich. Sollten sich die Beschwerden nach wenigen Tagen nicht gebessert haben, bei Fieber, Rücken-/Flankenschmerzen oder Blut im Urin sollten Sie Ihren Hausarzt/ Ihre Hausärztin aufsuchen.
Unterschiedliche Ursachen von Halsschmerzen und deren Behandlung: Fast jeder hat schon Hals- oder Schluckbeschwerden erlebt. Ursache ist meistens eine Rachenentzündung (Pharyngitis). Oft bestehen weitere Erkältungszeichen wie Schnupfen, Husten, Heiserkeit, Abgeschlagenheit oder Fieber, und die Lymphknoten am Hals können schmerzhaft geschwollen sein. Sind hauptsächlich die seitlich im Rachen liegenden Gaumenmandeln betroffen, spricht man auch von einer Mandelentzündung (Tonsillitis oder Angina tonsillaris). Halsschmerzen werden ganz überwiegend durch Viren verursacht. Bei einigen Patienten sind Bakterien, meist Streptokokken, nachweisbar.
Urinverlust - Ursachen und Behandlung: Durch Gespräche mit Rat suchenden Menschen, aus Briefen und aus wissenschaftlichen Untersuchungen wissen wir, dass Blasenprobleme verschiedener Art sehr verbreitet sind und für die Betroffenen ein ihr Leben stark behinderndes Übel darstellen. Blasenprobleme sind erstaunlich weit verbreitet: Ungefähr 30 % der über 65jährigen leiden an so starken Blasenproblemen, dass sie als „inkontinent“ bezeichnet werden müssen - das heißt, dass jeder Dritte damit rechnen muss, im höheren Lebensalter die Kontrolle über die Blase zu verlieren!
Herzschwäche - Behandlung und Interventionsmöglichkeiten: In dieser Broschüre werden einige Fragen beantwortet, um Ihnen zu helfen, Ihre Krankheit besser zu verstehen. Wenn Sie über Ihre Krankheit Bescheid wissen, können Sie erheblich zu Ihrem eigenen Wohlbefinden beitragen. Sie können aktiv darüber entscheiden, ob Sie eine Änderung Ihres Lebensstils zugunsten Ihrer Erkrankung herbeiführen wollen. Sie erkennen frühzeitig die Warnsignale Ihres Körpers, die Sie dazu veranlassen, umgehend Ihren Arzt aufzusuchen – noch bevor ernsthafte Komplikationen entstanden sind.
Ursachen von Husten und Behandlungsansätze: Die mit Abstand häufigste Ursache eines akuten Hustens bei 5- bis 40-Jährigen ist eine Viruserkrankung in Form eines Erkältungsinfektes. Weitere Ursachen des Hustens sind eine Bronchitis oder eine Nasennebenhöhlenentzündung, die ebenfalls zu einem großen Anteil durch Viren verursacht werden. Bei über 40-Jährigen müssen verstärkt andere Erkrankungen in Betracht gezogen werden: Verengung der Bronchien, Allergien, Speiseröhrenentzündung, Medikamentennebenwirkungen. Bei älteren Menschen über 70 Jahre kann eine Herzschwäche der Grund sein. Die häufigste Ursache eines chronischen Hu- stens ist die Raucherbronchitis, gefolgt von einer Entzündung im Nasenrachenraum, einer Speise- röhrenentzündung, einer Überempfindlichkeit der Bronchial-Schleimhaut und einer vorübergehen- den oder dauerhaften Verengung der Bronchien.
Lumbago - Ursachen und Behandlung: Schmerz ist ein Warnsignal des Körpers, daß etwas nicht in Ordnung ist. Die genaue Ursache der Kreuzschmerzen läßt sich trotz gründlicher Untersuchung meist nicht ermitteln. Ein ernster Schaden an den Wirbelkörpern, den Bandscheiben oder eingeklemmte Nerven ist eher selten.
Otitis media - Hinweise zur Behandlung: Durch Viren oder Bakterien entstehende Entzündung im Mittelohr, die zu einer Schleimhautschwellung und dadurch zu einer Verengung des Verbindungsgangs zwischen Mittelohr und Rachen (Eustachische Röhre) führt. So kann das im Mittelohr entstehende Sekret nicht mehr abfließen. Der dadurch entstehende Druck kann zu starken Schmerzen führen.
Chronic fatigue - Ursachen und Behandlungsansätze: Ihr Arzt wird Ihnen nach gründlicher Beratung und Untersuchung in der Regel eine Behandlung vorschlagen, in der es auf Ihre Mithilfe entscheidend ankommt. Voraussetzung dafür ist, dass Sie mit Ihrem Arzt offen über Ihre Lebenssituation und damit zusammenhängende Probleme sprechen. Je nach Ihrer individuellen Situation wird Ihr Arzt Sie körperlich untersuchen und nötigenfalls weitere Untersuchungen selbst durchführen oder veranlassen. Wenn Ihre Müdigkeit schon länger besteht, haben Sie sich in Ihren Aktivitäten vielleicht schon eingeschränkt. Ihr Arzt wird mit Ihnen besprechen, welche Belastungen Sie möglichst vermeiden sollen, welche Herausforderungen Sie auf der anderen Seite aber auch wieder annehmen sollten. Übertriebene Ruhe oder Untätigkeit macht Sie noch abgeschlagener; versuchen Sie, vereinbarte Verhaltensänderungen wie z.B. vermehrte körperliche Aktivität konsequent umzusetzen.
Cervikale Schmerzzustände und Behandlungsansätze: Die genaue Ursache der Nackenschmerzen lässt sich trotz gründlicher Untersuchung meist nicht ermitteln. Abnutzungserscheinungen der Wirbel (z.B. Arthrose) werden zwar häufig als Ursache angesehen. Studien haben aber gezeigt, dass Nackenschmerzen unabhängig von Abnutzungen der Wirbelknochen auftreten. Ernste Ursachen wie z.B. Bandscheibenschäden oder „eingeklemmte Nerven“ sind eher selten.
Sturzprävention im Alltag: ls älterer Mensch zu stürzen oder beinahe zu stürzen – das kommt nicht nur immer häufiger vor, sondern es bedeutet auch eine ganz erhebliche Gefahr. Etwa ein Drittel aller 70jährigen stürzt in einem Jahr einmal, bei den über 90jährigen ist es bereits mehr als die Hälfte. Mit dem Alter häufen sich auch die Sturzfolgen: trägt ein jüngerer Mensch meist nur einen ‘blauen Fleck’ davon, so verletzen sich etwa 10% der Älteren beim Sturz ernsthaft. Bekannt ist der Bruch des Hüftgelenks; weniger bekannt ist, daß bis zu 10% der älteren Patienten in der Folge eines solchen Bruchs versterben und eine weit größere Zahl danach nicht mehr richtig laufen kann oder pflegebedürftig wird.
Hinweise, Symptomatik und Verhalten: Es gibt eine Reihe von Risikofaktoren, deren Einwirkung über viele Jahre die Gefahr eines Schlaganfalls erhöht. Insbesondere Ältere und/oder Menschen, in deren Familien bereits Schlaganfälle (oder Herzinfarkte) aufgetreten sind, haben ein erhöhtes Risiko. Andere, beinflussbare Risikofaktoren sollten vermieden oder vermindert werden, um das Risiko für einen Schlaganfall zu mindern.
Erkrankung der oberen Atemwege. Die Nasennebenhöhlen befinden sich im Stirnbereich sowie rechts und links neben der Nase im Oberkiefer. Wenn ein Infekt (Erkältung) oder eine allergische Reaktion die Nasenschleimhäute stark anschwellen lässt, können die Abflüsse der Nasennebenhöhlen verlegt werden. Zäher Schleim (Schnupfen) kommt im Verlauf hinzu und bildet sich auch in den Nasennebenhöhlen. Beschwerden des durch Viren, seltener durch Bakterien ausgelösten Infektes sind dann häufig Stirn- oder Gesichts-Kopfschmerzen, verstopfte Nase und grünes oder gelbes Nasensekret, Abgeschlagenheit und bisweilen Fieber. Heuschnupfen, anatomische Engen, Zahnwurzelentzündungen oder Nasenpolypen, wahrscheinlich auch Rauchen, sind mit verursachend und können den Verlauf verschlimmern.
Betreuung von Angehörigen - Hinweise zum Umgang im Alltag: Pflegende müssen auf sich achtgeben Richten Sie Ihre Wohnung pflegegerecht ein. Keine Stolperfallen durch lose Kabel und Teppiche. Ein Pflegebett scheint nicht so gemütlich, entlastet aber Ihren Rücken. Auch „Bettgalgen“, „Drehscheiben“ und Toilettenstühle bringen Erleichterung. Erkundigen Sie sich beim Pflegedienst oder Sanitätsgeschäft. Entspannung statt Dauerstreß: Besuchen Sie weiter Ihre Bekannten und Freunde. Um die Angehörigenbetreuung während dieser Zeit kümmert sich Ihr Pflegedienst. Anschließend haben Sie wieder viel mehr Kraft ,Ihren pflegebedürftigen Angehörigen weiter zu betreuen.