Evidentia Hintergrundinfos

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Der Leitfaden Demenz erklärt in leicht verständlicher Form und anhand vieler animierter Folien und Grafiken die Symptome und die Stadien der Demenzerkrankung, die verschiedenen Abklärungen und Tests im Rahmen der Diagnose sowie die medikamentösen und nicht-medikamentösen Therapiemöglichkeiten. Diese Präsentation ist als praktisches Hilfsmittel für den Grundversorger gedacht, der sie im Arzt-Patienten-Gespräch direkt am Bildschirm einsetzen kann. Animierte Folien helfen bei der anschaulichen Darstellung. Der Leitfaden Demenz wurde durch Schweizer Allgemeinmediziner, Geriater, Neurologen, Neuropsychologen und Psychiater entwickelt.
Dementielle Erkrankungen nehmen altersabhängig zu, und sie stellen eine grosse Belastung für alle Betroffenen dar. Die aktuellen Therapien sind nach wie vor symptomatisch, doch stehen wir an der Schwelle zur Entwicklung von krankheitsmodifizierenden Therapien. Zudem wird die Frühdiagnostik mit Biomarkern verbessert. Im vorliegenden Slide Kit von Dr. med. Luka Kulic finden Sie einen Up-to- date-Überblick zum Thema Demenz und zu den aktuellen Therapien. Das vorliegende Slide Kit soll Material für einen Weiterbildungsbeitrag sein und Kolleginnen und Kollegen ansprechen, die ihr Wissen im Bereich der Demenzdiagnostik und -therapie vertiefen möchten. Dies ist eine wichtige Zielsetzung der vorliegenden Dia-Serie, die die aktuelle wissenschaftliche und publizierte Evidenz berücksichtigt.
Die Multiple Sklerose ist die häufigste nicht traumatisch bedingte Ursache für eine Behinderung im frühen Erwachsenenalter. Für die Krankheit, deren Verlauf schwerwiegend sein kann, gibt es oft eine wirksame Behandlung. An dieser Krankheit vollzieht sich der Paradigmawechsel in der Neurologie auf eindrucksvolle Weise: der Neurologe hat in den vergangenen 2 Jahrzehnten seine Rolle vom Diagnostiker mit der des Therapeuten vertauscht. Die Diagnostik bereitet im Zeitalter des MRI‘s keine grossen Schwierigkeiten mehr, die Behandlung hingegen ist immer wirksamer, aber auch immer anspruchsvoller. Im folgenden Überblick über die MS wird demgemäss der Therapie besonders viel Raum zugemessen. Die Fortschritte in der Therapie haben eine erhebliche Dynamik bekommen, sodass es schier unmöglich ist, die Behandlungsgrundsätze aktuell zu halten.
Als mögliche autoimmune Mechanismen der MS werden diskutiert: Molekulares Mimikry (Antigene von z.B. Viren der Herpesgruppe ähneln Sequenzen des ZNS, z.B. des Myelin Basic Proteins Kreuzreaktion). - Bystander Activation: Infektionen z.B. mit Viren der Herpesgruppe führen zur Freilegung von Antigenen des ZNS, die sonst nicht präsentiert werden und gegen die somit eine nur unvollständige Immuntoleranz besteht. Entsprechend zielt die Wirkung der heutigen Medikamente gegen MS auf das Immunsystem: Die Medikamente «modulieren» das Immunsystem, d.h. sie verändern es auf mehr oder weniger gut bekannte Weise in einer für den Verlauf der MS günstigen Form. Der Hauptmechanismus ist die Minderung von Entzündungsaktivität im zentralen Nervensystem (ZNS). Hierbei haben einige der Medikamente eine lokale oder systemische, mehr oder weniger selektive und unterschiedlich stark ausgeprägte allgemein immunsupprimierende Wirkung, die über die Immunmodulation hinausgeht.
Insbesondere die „Migränologie“, aber auch die „Kopfschmerzologie“ hat in den letzten anderthalb Jahrzehnten gravierende Fortschritte im Verständnis der Pathophysiologie und den therapeutischen Möglichkeiten gemacht. Während man bis vor einigen Jahren in der Beurteilung von Kopfschmerzen vorwiegend phänomenologisch vorging, kann man mittlerweile evidenzbasiert therapieren – ganz im Sinne des Namens dieser wertvollen Slide Kit Serie. Diese Fortschritte wurden aufgrund der Ergebnisse moderner bildgebender und elektrophysiologischer Verfahren erreicht, aber auch durch die Untersuchung einer Vielzahl unterschiedlicher Pharmaka und natürlicher Substanzen aus verschiedenen Substanzklassen. So sind heute die therapeutischer Möglichkeiten für die Migräne und andere Kopfschmerzen viel besser als früher. Dies erlaubt es, den gemeinsamen Weg von Ärztin und Patient mit Zuversicht und gutem Vertrauen auf eine bedeutsame Besserung zu gehen. Das vorliegende Slide Kit soll Material für einen Weiterbildungsbeitrag, der auf den neusten Erkenntnissen beruht, zur Verfügung stellen und insbesondere KollegInnen ansprechen, die ihren Schwerpunkt nicht im Bereich der Kopfschmerzen haben...und dies strikt im Geiste der gesamten Diaserie, die den Namen evidentia zu Recht trägt, da sie auf wissenschaftlicher und publizierter Evidenz basiert.
Schmerzen, insbesondere chronische Schmerzen, werden nicht nur vom Betroffenen, sondern oft auch vom behandelnden Arzt als unangenehm empfunden. Dafür gibt es mehrere Gründe: Auf der emotionalen Ebene infiziert das Quälende des Schmerzes auch den Behandelnden. Auf der nüchtern ärztlichen Ebene lässt sich der Schmerz schwer fassen und objektivieren. Auf der therapeutischen Ebene sind Misserfolge in der Behandlung chronischer Schmerzen erfahrungsgemäss häufig und ein gut funktionierendes langfristig tragfähiges Arzt-Patientenverhältnis ist eine unabdingbare Voraussetzung für eine effiziente Therapie. Neuropathische Schmerzen sind definiert als Schmerzzustände aufgrund einer Läsion oder Fehlfunktion des peripheren oder zentralen Nervensystems oder beider zusammen. Der neuropathische Schmerz entwickelt sich typischerweise nach Abheilung des Gewebeschadens, oder sogar ohne dass ein solcher erkennbar wäre. Er hat somit seine Funktion als körpereigenes Schutz-, Warn- und Präventivsystem vor irreversiblen Schäden am und im Körper verloren. Nach osteo-artikulären Ursachen (v.a Arthrose) sind neuropathische die zweitgrösste Gruppe chronischer Schmerzen. Solche Schmerzen führen zur physischen, psychischen und sozialen Zermürbung; die Akzeptanz durch Mitmenschen ist gering. Die Therapie dieser Schmerzen ist anspruchsvoll, manchmal auch frustrierend für Arzt und Patienten.
Die Erstbeschreibung des Morbus Parkinson liegt fast 200 Jahre zurück. Das Wissen um diese Krankheit und ihre Therapie haben jedoch erst in den vergangenen Jahrzehnten rasant zugenommen. In den 1950er-Jahren wurden die ersten medikamentösen und chirurgischen Therapien erprobt, und zwanzig Jahre später eroberte Levodopa den Markt. Noch heute ist diese Therapie am wirksamsten. Aufgrund unerwünschter Nebenwirkungen im langjährigen Verlauf wurde die Behandlung jedoch erfolgreich mit anderen Substanzen ergänzt. Auch die chirurgische Therapie hat sich ihren Stellenwert in der Parkinsonbehandlung gesichert. Die aktuellen Forschungsbestrebungen zeigen indes, dass man im Bereich der Parkinsonbehandlung auch inskünftig auf weitere Verbesserungen hoffen darf.
Mit der Thrombolyse steht heute eine wirksame Therapie des akuten Hirnschlags zur Verfügung. Bis zu einem Hirnschlag sollte es jedoch gar nicht kommen. Es gibt mannigfache Möglichkeiten, das Risiko eines Hirnschlags zu senken und einen solchen Schicksalsschlag abzuwenden. Besonders wirksam sind vorbeugende Massnahmen bei gefährdeten Personen, d.h. bei Personen mit Risikofaktoren und jenen, die bereits einmal einen Hirnschlag oder eine TIA erlitten haben. Zur Prävention gehören meistens eine Änderung des Lebensstils, praktisch immer Medikamente und selektiv chirurgische oder endovaskuläre Eingriffe. Zu wenig Beachtung wird in der Regel der nicht-medikamentösen Prävention wie einer regelmässigen physischen Aktivität und einer angepassten Ernährung geschenkt, obwohl ihr absoluter Nutzen den Medikamenten gleichkommt und sich mit dem Nutzen der Medikamente ergänzt. In den folgenden Dias fasst Dr. Guido Schwegler das Wichtigste der Sekundärprävention zusammen.